Kiefergelenksbehandlung

Kiefergelenksbehandlung

Zahnarzt Praxis Weststadt

Kiefergelenksbehandlung

Kiefergelenksbehandlung

In meiner Praxis behandele ich Kiefergelenksprobleme primär mit Schienen.

Wie äußern sich Probleme mit dem Kiefergelenk?

Ein erstes Symptom kann ein Kiefergelenksknacken beim Öffnen und Schließen des Mundes sein. Häufig klagen Patienten aber auch über Muskelverspannungen und -verhärtungen im Bereich der Kiefermuskulatur, haben Zahn- und Muskelschmerzen beim Kauen oder Mundöffnungsbeschwerden.

In manchen Fällen leiden die Patienten auch unter permanenten Zahn-, Kopf- oder Nackenschmerzen ohne offensichtlich erkennbare Ursache. Bisweilen sind die Zähne regelrecht abradiert und haben deutlich an Höhe verloren, im Zahnhalsbereich liegen Defekte vor, die Zahnhälse sind hochsensibel.

Wie kann es zu diesen Beschwerden kommen?

Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden auf einem Stuhl sitzen und unter einer Gesäßhälfte läge ein dünnes Buch: Sie würden diesen Höhenunterschied erst mit der Wirbelsäule, dann mit den Schultern, Nacken und Hals ausgleichen, und nach kurzer Zeit hätten Sie im ganzen Körper Schmerzen. Das kann auch bei Füllungen oder Zahnersatz passieren, wenn die Bisshöhe oder Bisslage falsch ist.

Es gibt Patienten, die aufgrund einer falschen Kieferrelation durch Ausgleichbewegungen im Lauf des Lebens einen Beckenschiefstand entwickeln und irgendwann unterschiedlich lange Beine haben…

Aber auch in weniger extremen Fällen toleriert der menschliche Körper diese Fehllage häufig nicht, er will sie „korrigieren“. Die Folge ist, dass der Patient häufig unbewusst – auch nachts – permanent auf diesen störenden „Höckern“ herumknirscht. Chronische Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen sind oftmals das Resultat.

Was muss man sich nun unter einer Schiene vorstellen, und wie wirkt sie?

Die sogenannte Knirscher- oder Entspannungsschiene ist ein durchsichtiger, hufeisenförmiger fester Aufbissbehelf aus Kunststoff, der im Ober- oder Unterkiefer getragen wird.

Sehr vereinfacht dargestellt löst die Schiene, die überwiegend nachts getragen wird, die Zwangshaltung der Kiefer auf. Der Patient kann die fehlerhafte Bisslage mit Schiene nicht einnehmen, der Druck innerhalb des Kiefergelenks kann abnehmen und die gequetschte Gelenkknorpelscheibe sich wieder entfalten. Die verkrampfte Kaumuskulatur entspannt sich.

Bei sehr ausgeprägten Gelenkproblemen, die mit Standardschienen nicht therapierbar sind, bei Bisshöhenverlust oder Tinnitus bietet sich die sogenannte Zebrisschiene an.

Dabei wird der Patient mit einem speziellen Gerät elektrisch vermessen, die ursprüngliche natürliche, nicht durch einen Zwangsbiss verschobene Gelenkposition kann rekonstruiert werden und im Ergebnis bekommt der Patient eine Schiene, die unauffällig täglich 24h getragen werden kann.

Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, die Kiefergelenksprobleme zu beseitigen:

Die Schienentherapie ist letztendlich eine symptomatische Therapie, die zwar das Problem lindert – die Ursache aber nicht beseitigt. Einen zusätzlichen Erfolg kann man häufig mit manueller Krankengymnastik erreichen, die wir Ihnen bei Bedarf verschreiben können.

Eine Therapie der Ursache – nämlich das Beseitigen der Fehlbisslage durch neuen Zahnersatz – wäre natürlich die am ehesten Erfolg versprechende Methode und sollte immer in Erwägung gezogen werden.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass unsere Praxis nicht auf CMD (= cranio-mandibuläre Dysfunktionen) spezialisiert ist und wir hier nur einfache Fälle symptomatisch therapieren können. Bei komplexen Fällen, die besonderes Spezialwissen und -diagnostik erfordern, überweisen wir die Patienten an dafür ausgewiesene Zahnarztpraxen.